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Es geht doch weiter ...
Wiedereröffnung Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe für den Kreis Lippe in Detmold
Anpassung der Programmlinie eröffnet neue Perspektiven für pflegende Angehörige und Selbsthilfegruppen
Detmold, den 06.07.2026 Es gibt eine gute Nachricht für pflegende Angehörige und Pflegeselbsthilfegruppen im Kreis Lippe: Nach intensiven Gesprächen des Paritätischen NRW mit dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales und den Pflegekassen (Fördergebern) wurde die Programmlinie für die Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe angepasst. Der Paritätische NRW sieht dadurch die Grundlage geschaffen, um nun doch Anträge für die neue Förderperiode stellen zu können. Damit besteht die Möglichkeit, das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe in Detmold ab Juli zunächst für ein weiteres Jahr fortzuführen. Das Kontaktbüro musste mit dem Auslaufen der letzten Förderperiode zum 31.Mai 2026 geschlossen werden.
Grund für die Schließung waren kurzfristig veränderte Förderbedingungen, die die Gewährung der Förderpauschale an feste Stellenanteile banden. Für viele Träger und auch der PariSozial Lippe gGmbH war dies praktisch aufgrund eines zu hohen Eigenanteileinsatzes nicht mehr umsetzbar. Mit der nun erfolgten Anpassung der Programmlinie wurde klargestellt, dass die Förderpauschale nicht mehr an einen tatsächlichen Stelleneinsatz von 0,5 beziehungsweise 0,75 Vollzeitäquivalenten gebunden ist.
„Wir begrüßen diese Klarstellung ausdrücklich. Sie hat es uns ermöglicht, die Situation neu zu bewerten und einen Antrag auf Weiterförderung zu stellen“, sagt Katharina Benner, der Paritätische NRW. „Damit schaffen wir die Voraussetzung, unser Fachpersonal, das die Arbeit der Pflegeselbsthilfe in den vergangenen Jahren aufgebaut und begleitet hat, weiter zu beschäftigen und die Unterstützung für pflegende Angehörige vor Ort zunächst weiter zu sichern.“
Das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe informiert Interessierte über bestehende Selbsthilfegruppen, begleitet die Gruppen in ihrer Arbeit und unterstützt den Aufbau neuer Angebote. Für viele pflegende Angehörige ist diese Unterstützung eine wichtige Hilfe, um Entlastung, Orientierung und Austausch mit Menschen in ähnlichen Lebenssituationen zu finden.
„Wir freuen uns über diese positive Entwicklung. Gleichzeitig bleibt unser Ziel eine verlässliche und langfristige Förderung der Pflegeselbsthilfe. Pflegende Angehörige und ihre Selbsthilfegruppen brauchen Planungssicherheit und dauerhafte Unterstützung. Dafür werden wir uns auch weiterhin einsetzen“, so Geschäftsführer Ingo Hojer, der Paritätische Lippe und PariSozial gGmbH Lippe.
Hintergrundinfo:
Zur Stärkung der Selbsthilfe pflegender Angehöriger fördern das Land Nordrhein-Westfalen und die Landesverbände der Pflegekassen seit 2017 landesweit sogenannte Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe. Mit über 20 Standorten ist der Paritätische NRW einer der größten Träger solcher Kontaktbüros in Nordrhein-Westfalen.